Wildnis Sommer Markkleeberger See

Heute waren Maren und Efi vom MDR Wildnis Sommer-Wilde Mädchen Blog bei uns am See. Sie waren auf der Suche nach Wildnis in der Stadt. Nachdem sie in den ersten 4 Tagen sowohl die urbane als auch ländliche Wildnis an/in/auf und im direkten Umfeld der Grünen Lunge Leipzigs erkundeten, landeten sie am Letzten Tag ihrer Exkursion in der Auenhainer Bucht am Markkleeberger See (http://www.mdr.de/wissen/wildnis-sommer-blog-wilde-maedchen100.html).

Der Markkleeberger und der Störmthaler See bildeten vor 20 Jahren den größten Tagebaukomplex im damaligen Süden des vorwendezeitlichen Leipzigs, den Tagebau Espenhain. Nicht nur dass zahlreiche Ortschaften von der Landkarte verschwanden, auch gehören beide künstlichen Seen durch die enormen Förder- und Abraum-Mengen zu den Tiefsten ihrer Art.

Die folgende Bild-, Text und Videofolge entstand schließlich an diesem sehr warmen Juli-Tag. Viel Spass 🙂

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Wenn ihr wüsstet, was heute alles passiert ist! Wir waren tauchen und mussten dann abtauchen. Mann war das heiß! Wir gönnen uns und der Technik eine kühle Nacht. Bilder und Clips von unserem wilden Tag im Tagebau  gibt’s morgen Vormittag!

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Ronny Becke ist Diplom-Geologe und Wissenschaftstaucher. Er hat schon einige Tagebau-Seen gesehen und hat die Entwicklung der neuen Ökosysteme beobachtet. Für uns ist er unser Guide in die Unterwasser-Wildnis der neuen Naturräume im Leipziger Neuseenland.

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Es liegt alles bereit für unser Abenteuer: Wir werden uns die Unterwasser-Wildnis im ehemaligen Tagebau ansehen. Ronny hat schon alles für uns zurechtgelegt. Mit einem Boot werden wir zu einer Insel im Markkleeberger See fahren und dort tauchen. Ronny schwärmt vom glasklaren Wasser und der vielfältigen Unterwasser-Lebensraumgemeinschaften.

Das schönste am Tauchen ist das Neopren im Gesicht.

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Wow! Wo sind wir hier eigentlich? Ja, immer noch am Markkleeberger See im Leipziger Neuseenland. Wir sind begeistert von der Natur, die wir hier finden.

Ja, schön ist es hier. Aber ist das auch Natur? So echte Natur?

Wir sind da. Aber worauf wächst dieses idyllische Schilf-„Riff“ hier eigentlich?

So. Jetzt ist aber genug geredet! Wir tauchen ab! Haben wir übrigens schon erwähnt, dass Maren noch nie tauchen war? Also fast. Ganz ins kalte Wasser wollte sie nicht springen. Die Rolle rückwärts ins Tauchgewässer war für sie auf jeden Fall eine große Herausforderung!!! (Atmen, immer schön atmen …)

Während Ronny mit Maren abtaucht, fährt Efi zum Nachbarsee rüber. Dort trifft sie Prof. Arnold Müller. Auch er ist Geologe und hat die Renaturierung der Tagebaurest-Seen begleitet und beobachtet.

Zum Glück findet Prof. Müller aber auch noch ein „Aber“! Puh!

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Geschafft! Unter Wasser. Ich bin bereit und neugierig auf Fische und Pflanzen!

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Wir fangen vor der Nase an: Das sind die „Füße des Schilfs, dass man von oben sieht.

 

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So genannte „Armleuchter-Algen“ haben sich inzwischen überall angesiedelt.

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Das hier ist der Rest eines gefluteten Strauchs. Der Tagebau in Markkleeberg wurde über Jahre geflutet. In der Zeit sind am ehemaligen Ufer die Sträucher weiter gewachsen. Jetzt sind sie ein mystischer Unterwasser-Wald.

Mann, war das großartig! Das haben wir alles gesehen!

Wieder an Land! Wir fragen Ronny, was dieser See für ihn bedeutet und finden, das können wir teilen!

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Wir verabschieden uns jetzt in die Mittagshitze! Auf Wiedersehen! 

Bild/Ton/Text http://www.mdr.de/wissen/wildnis-sommer-blog-wilde-maedchen100.html 

Maren Schulle & Efhtymia Mourgela, MDR

Leipzig, 2014

 

Guter Wind bei eisiger Temperatur – ein guter Tag zum Segeln!

Alljährlich beginnt am 11.Mai die Zeit der Eisheiligen. Eis im Mai, heilig noch dazu, häh? Eine alte erzgebirgische Bauernweisheit verheißt nichts Gutes. So ist es nicht verwunderlich, wenn das Quecksilber im Thermometer zwischen dem 11. und 15. Mai auch mal wieder unter 0° Celsius fällt, Frost! Das ist nun wieder weniger gut für die schon ausgepflanzten Tomaten oder rausgestellten Balkonpflanzen… wohlgemerkt im Erzgebirge.
Ok, 0°C hatten wir nicht, es waren auch mehr als 5°C. Es war perfektes Wetter zum Segeln. So waren all unsere Bahia-Jollen, inklusive der mit Neopren-Schal und Neopren-Mütze ausgestatteten Skipper, den ganzen Tag unterwegs und strotzten dem Eisheiligen Mamertus.
Abends flachte der Wind dann glücklicherweise etwas ab, so dass mein erster Katamaran-Törn weniger graue Haare bereitete, als erwartet. 😀

Kommt doch auch mal vorbei und segelt, paddelt oder taucht mit uns!!